Was will ich? In 7 Schritten deine berufliche Richtung finden
Inhaltsverzeichnis
Was will ich wirklich? Diese Frage schleicht sich leise in deinen Arbeitsalltag – vielleicht auf dem Heimweg, an einem ruhigen Sonntagmorgen oder mitten in einem Meeting, in dem du nickst, zuhörst und gleichzeitig denkst: „Was mache ich hier eigentlich noch?“
Du bist nicht allein. Viele Berufstätige in Deutschland wünschen sich mehr Sinnerfüllung in ihrem Job – laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von XING geben 58 % der Beschäftigten an, bei einem neuen Job gezielt nach Sinn zu suchen. Doch zwischen dem diffusen Gefühl „So will ich das nicht mehr“ und einer klaren beruflichen Richtung liegt oft ein weiter, zäher Weg voller Selbstzweifel und Grübeleien.
Dieser Komplettguide ist für dich, wenn du als Fach- oder Führungskraft genau in dieser Situation steckst. Keine oberflächlichen Phrasen, sondern psychologisch fundierte Methoden und einen klaren 7-Schritte-Plan, der dich von der Unzufriedenheit zur Klarheit führt. Denn ich bin überzeugt: Die Frage „Was will ich?“ ist kein Zeichen von Schwäche oder Undankbarkeit – sie ist der erste, mutige Schritt in ein erfüllteres und authentischeres Berufsleben.
Diese 7 Schritte helfen dir, die Antwort zu finden
Warum die Frage „Was will ich?“ gerade jetzt so relevant ist
Ich saß im Meeting, um mich herum Stimmen, Tabellen, Ziele. Ich habe genickt, zugehört, mitgeschrieben. Und gleichzeitig gedacht: Was mache ich hier eigentlich noch?
Das war 2017. Diese Frage hat sich einfach in mein Berufsleben geschlichen und ist nicht mehr verschwunden. Vielleicht kennst du das: Du funktionierst, lieferst ab, aber innerlich bist du längst woanders.
Der Wunsch nach Sinn ist kein Einzelfall
Du bist damit nicht allein. In mehreren repräsentativen Befragungen der letzten Jahre zeigt sich, dass vielen Beschäftigten ein sicherer, gesunder Arbeitsplatz und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, wichtiger sind als ein möglichst hohes Einkommen. Gleichzeitig geben nur vergleichsweise wenige Menschen an, ihre Arbeit als klar sinnstiftend zu erleben, während viele sich nur teilweise oder gar nicht in diesem Gefühl wiederfinden.
Das bedeutet: Ein großer Teil der Erwerbstätigen wünscht sich mehr von diesem grundlegenden Eindruck, dass ihre Arbeit wirklich wichtig ist – der Wunsch nach Sinn und innerer Ausrichtung im Beruf ist also weit verbreitet und gut belegt.
Die Frage „Was will ich?“ stellen sich also Millionen Menschen. Auch in deinem Umfeld.
Viele meiner Coaching-Klienten beschreiben einen ähnlichen Moment: Irgendwann merkst du einfach: „Ich will das so nicht mehr.“ Und dann beginnt die Suche.
Wenn Karrieren einfach passieren
Ich wurde Chemielaborantin, weil meine Chemielehrerin cool war. Später Teamleiterin, weil man mich fragte – nicht, weil ich danach suchte. Ich habe nie bewusst gefragt: „Was will ich eigentlich?“ Ich habe funktioniert, mich angepasst, Erwartungen erfüllt.
So geht es vielen: Die Karriere passiert einfach. Wir rutschen in Jobs, weil sie gerade verfügbar sind, weil das Gehalt stimmt, weil andere uns drängen. Aber selten, weil wir uns gefragt haben: Was brauche ich, damit Arbeit mich lebendig macht?
Der Preis, den du zahlst
Wenn der Job nicht passt, zahlst du einen hohen Preis – mit deiner Gesundheit. Die Forschung ist da eindeutig:
- Studien zu emotionaler Arbeit zeigen: Wer im Job häufig seine Gefühle unterdrücken oder sich „verstellen“ muss (surface acting), berichtet mehr emotionale Erschöpfung und Burnout‑Symptome (Brotheridge & Lee, 2002).
- Meta-Analysen zum Person–Environment Fit zeigen, dass eine fehlende Passung zwischen eigenen Werten und Arbeitsplatz mit höherem Stress und geringerer Zufriedenheit einhergeht – unabhängig von äußeren Bedingungen wie Gehalt (Kristof‑Brown et al., 2005).
- Untersuchungen zeigen: Menschen, die ihre zentralen Stärken häufig in der Arbeit einsetzen können, berichten deutlich mehr positive Erlebnisse und höhere Arbeitszufriedenheit als Personen, die ihre Stärken kaum nutzen können (Harzer & Ruch, 2013).
- Nach der Selbstbestimmungstheorie gilt: Werden grundlegende psychologische Bedürfnisse wie Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit dauerhaft frustriert – etwa weil man sich nicht authentisch und selbstbestimmt zeigen kann –, wirkt sich das nachweislich negativ auf Wohlbefinden und Gesundheit aus (Deci & Ryan, 2000).
Die Frage „Was will ich?“ zu stellen ist keine Luxusfrage. Sie ist notwendig für deine Gesundheit und Zufriedenheit.
Dein Weg zur Antwort: Was will ich?
Die Antwort auf die Frage „Was will ich beruflich wirklich?“ fällt selten in einem plötzlichen Geistesblitz vom Himmel. Vielmehr beschreiben Studien berufliche Orientierung als Prozess, der sich über Jahre entwickelt und im Laufe des Lebens immer wieder neu angestoßen wird – besonders oft in der Lebensmitte nach einigen Jahren Berufserfahrung, aber bei manchen Menschen auch sehr viel früher.
Dieser Guide führt dich durch drei Phasen, die aufeinander aufbauen und dir Schritt für Schritt Klarheit verschaffen.
Phase 1: Blick nach innen – Klarheit gewinnen
Zuerst richtest du den Fokus auf dich. Du entdeckst, was dich wirklich ausmacht – deine Werte, Stärken, Motive und Sinnquellen – und was dir Energie gibt oder raubt. So wird aus der diffusen Unzufriedenheit ein klarer innerer Kompass, der zur Grundlage für alles Weitere wird.
Phase 2: Blick nach außen – passende Optionen entwickeln
Dann öffnest du den Blick für die Welt da draußen. Auf Basis deiner neu gewonnenen Klarheit entwickelst du berufliche Optionen, die wirklich zu dir passen. Du lernst, Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und Trugschlüsse zu erkennen, statt dich von vermeintlich „sicheren“ oder glänzenden, aber leeren Optionen leiten zu lassen
Phase 3: Umsetzung – sicher entscheiden und handeln
Zum Schluss geht es ins Tun. Anstatt weiter nur im Kopf zu kreisen, setzt du gezielte Schritte: Du recherchierst, sprichst mit Menschen, probierst Dinge in kleinen, überschaubaren Experimenten aus. So triffst du Entscheidungen bewusst – getragen von innerer Überzeugung und Klarheit, nicht aus Druck oder Angst, etwas zu verpassen.
Was es dir bringt, wenn du dir die Frage „Was will ich“ stellst
Sich dieser Frage zu stellen ist eine Investition in deine Zukunft. Du gewinnst nicht nur einen neuen Job, sondern eine neue Haltung zu deiner beruflichen Laufbahn.
Von diffuser Unzufriedenheit zu klarer Entscheidung
Du lernst, die wahren Ursachen deiner Unzufriedenheit zu erkennen – sind es die Aufgaben, die Kultur oder die fehlende Entwicklung? Ich habe hierzu einen Guide entwickelt, der dir mit 7 Perspektiven Orientierung gibt: Bin ich richtig in meinem Job, oder was passt eigentlich nicht. Hier geht’s zum Reflexionsguide: https://saskia-buelow.de/berufliche-unzufriedenheit/
Von Selbstzweifeln zu authentischer Stärke
Das Wissen um deine Kernkompetenzen – die Tätigkeiten, die du nicht nur gut kannst, sondern auch wirklich gerne tust – stärkt dein Selbstvertrauen fundamental. Du triffst Entscheidungen, die auf Sinn, Gestaltungsfreiheit und deinen wahren Stärken basieren. Nicht auf Status oder den Erwartungen anderer.
Von Stillstand zu motivierter Bewegung
Dieser Prozess befreit dich aus der Lähmung des Grübelns. Wie die Forschung von Peter M. Gollwitzer (1999) zeigt: Einsicht allein reicht selten – erst konkrete Umsetzungsschritte bringen dich wirklich voran. Durch kleine, klar definierte Schritte kommst du voran. Das schaffst dir Klarheit, nach der du dich sehnst.
Die 7 Schritte zu deiner Antwort auf „Was will ich?“
Dies ist dein praktischer Fahrplan. Führe die Schritte nacheinander durch und nimm dir die Zeit, die du brauchst. Jede Übung bringt dich deiner Antwort näher.
Schritt 1: Führe ein Stress-Tagebuch
Eine Methode, die ich in meinen Coachings immer wieder mit erstaunlichem Erfolg einsetze, ist das „Stress-Tagebuch“. Hier geht es nicht darum, nur Dampf abzulassen, sondern darum, deine Frustration in wertvolle Daten zu verwandeln. Das Ziel: Von einem emotionalen Gefühl des Überwältigtseins zu analytischer Klarheit kommen.
Die genaue Vorgehensweise, erkläre ich weiter unten bei den Hilfsmitteln.
Damit identifizierst du die wahren, wiederkehrenden Stressoren, die dir die Energie rauben.
Schritt 2: Sortiere dein aktuelles Berufsleben
Bewerte nun deinen aktuellen Job systematisch anhand der folgenden fünf Bereiche. Liste für jeden Bereich ehrlich auf, was du behalten möchtest („Was darf bleiben?“) und was du in Zukunft unbedingt vermeiden willst („Was soll gehen?“).
Inhalte: Passt das, was du tust, noch zu dir? Welche Aufgaben geben dir Energie, welche kosten nur Kraft?
Beziehungen: Passt das, mit wem du arbeitest? Wie ist die Zusammenarbeit mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden?
Entwicklung: Kannst du wachsen? Gibt es Lernmöglichkeiten und Perspektiven, die dich motivieren?
Autonomie: Hast du Gestaltungsspielraum? Kannst du Entscheidungen treffen und autonom handeln?
Kultur: Passt das, wie miteinander umgegangen wird? Entsprechen die gelebten Werte des Unternehmens deinen eigenen?
Ein wichtiger Hinweis aus der Coaching-Praxis: Achte genau darauf, die „Kontext-Falle“ zu vermeiden. Oft liegt die Unzufriedenheit nicht an der Aufgabe selbst (z.B. Vertrieb), sondern am Umfeld – der Kultur, den Prozessen, den Menschen. Meine Beoachtung ist: Es liegt sehr sehr selten an dem Job an sich … sondern meistens genau in diesen Rahmenbedingungen.
Nachdem wir nun klar definiert haben, wovon du weg willst, richten wir den Blick gezielt auf das, was dich anzieht: deine ureigenen Stärken und Leidenschaften.
Schritt 3: Erstelle dein Talente-Portfolio
Diese tiefgreifende Methode von Vera F. Birkenbihl ist so wirkungsvoll, weil sie unsere bewussten Vorurteile und selbstlimitierenden Glaubenssätze umgeht. Wenn wir uns einfach hinsetzen und aufschreiben, was wir gut können, „fällt uns nur ein, was wir über uns und wissen glauben, wo andere uns vielleicht definiert haben.“ Diese Übung hingegen befragt direkt dein Unterbewusstsein, indem du Tätigkeiten von außen beobachtest.
Wie die Übung genau funktioniert habe ich unten bei den Hilfsmitteln genau beschrieben.
Schritt 4: Stelle dir die 3 zentralen Fragen zur Selbstreflexion
Für eine schnellere, intuitivere Annäherung nutze diese drei Fragen:
Bei welcher Tätigkeit verlierst du jedes Zeitgefühl? Dies ist ein Hinweis auf den „Flow-Zustand“, bei dem deine Fähigkeiten perfekt zu den Anforderungen passen und du intrinsisch motiviert bist.
Welche Eigenschaften erfordern deine Hobbys und wie lassen sich diese auf Berufe übertragen? Wenn du gerne komplexe Brettspiele organisierst, deutet das auf strategisches Denken und die Fähigkeit hin, Systeme zu verstehen – wertvoll in der Projektleitung oder Beratung. Wenn du in deiner Freizeit einen Gemeinschaftsgarten pflegst, zeigt das Geduld, langfristige Planung und Freude am sichtbaren Wachstum – Eigenschaften, die in der Personalentwicklung oder im Produktmanagement entscheidend sein können.
Bei welchen Themen merkst du dir mühelos jedes Detail? Wenn du einen Artikel nur überfliegst und sofort alle Fakten parat hast, ist das ein Zeichen für tiefes, echtes Interesse und eine hohe Auffassungsgabe.
Schritt 5: Schließe aus, was du nicht willst
Manchmal ist der schnellste Weg zum Ziel, alles auszuschließen, was es definitiv nicht ist. Die Erkenntnisse aus deinem Stress-Tagebuch (Schritt 1) und dieser Sortierung (Schritt 2) bilden die perfekte Grundlage für den nächsten Schritt: die Erstellung einer klaren „Nicht-Liste“. Notiere alles, was du basierend auf früheren Jobs, Praktika oder Projekten definitiv nie wieder in deinem Berufsleben erleben möchtest.
Schritt 6: Visualisiere deine Zukunft
Nutze die Kraft deiner Vorstellung. Wenn du ein konkretes Berufsbild oder eine Rolle im Kopf hast, stelle dir die entscheidende Frage:
„Sehe ich mich in fünf Jahren in diesem Berufsbild, in dieser Rolle, in diesem Umfeld arbeiten?“
Schließe die Augen und stelle es dir so konkret wie möglich vor. Ein Gefühl der Stimmigkeit ist ein starker positiver Indikator. Ein Gefühl des Unbehagens ist ein ebenso wichtiges Warnsignal.
Schritt 7: Starte Mini-Experimente
Klarheit entsteht durchs Tun, nicht durchs Grübeln. Dies ist der wichtigste Schritt, um der Grübelfalle zu entkommen. Wähle eine der folgenden drei Optionen und setze sie innerhalb der nächsten 48 Stunden um.
Führe ein Gespräch: Kontaktiere eine Person auf LinkedIn oder im Bekanntenkreis, deren Job dich interessant findest. Bitte um 20 Minuten ihrer Zeit und frage sie nach ihrem Alltag, den schönen und den anstrengenden Seiten.
Mache einen Mini-Kurs: Belege einen günstigen oder kostenlosen Online-Kurs zu einem Thema, das dich schon lange neugierig macht. Finde heraus, ob die Faszination auch dann noch besteht, wenn du tiefer eintauchst.
Schreibe 5 Dinge auf: Nimm dir jetzt einen Zettel und notiere spontan 5 Dinge, die dich interessieren. Schreibe daneben 3 Menschen auf, die du dazu etwas fragen könntest. Und dann tu es.
Hilfsmittel: Deine Werkzeuge für den Weg
Um den Prozess zu strukturieren, helfen dir diese einfachen Werkzeuge:
Das Stress-Tagebuch
Ein einfaches Notizbuch oder eine App, um täglich Frustmomente festzuhalten und Muster zu erkennen. Wichtig ist nicht die perfekte Form, sondern die Regelmäßigkeit. Schreibe jeden Tag auf, was dich genervt, frustriert oder unglücklich gemacht hat – auch wenn es nur ein Satz ist.
Notiere 15 bis 30 Tage lang ganz genau, welche Situationen, Menschen, Prozesse oder Aufgaben dich im Arbeitsalltag frustrieren, nerven oder unglücklich machen.
Was ist genau passiert?
Wie hast du dich gefühlt?
Talente Portfolio
Erstelle dir eine einfache Tabelle mit zwei Spalten: „Tätigkeit“ und „Bewertung (0-100%)“. Drucke oder kopiere dir mehrere dieser Blätter, um deine Sammlung nach der Birkenbihl-Methode übersichtlich zu halten. Du kannst auch eine Excel-Datei oder ein Google Sheet nutzen – Hauptsache, du hast eine zentrale Stelle, an der du alle Tätigkeiten sammelst.
Sammeln: Notiere über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen hinweg mindestens 200 bis 300 verschiedene Tätigkeiten, die du im Alltag beobachtest – beim Fernsehen, beim Lesen eines Romans, im Gespräch mit Freunden. Schreibe alles auf, was dir auffällt (z. B. „ein Bett machen“, „eine Präsentation halten“, „ein Gespräch moderieren“).
Bewerten: Gehe deine lange Liste durch und bewerte auf einer Skala von 0 bis 100 %, wie gut du diese Tätigkeit beherrschst. Sei dabei ehrlich zu dir selbst. Markiere anschließend alle Tätigkeiten, bei denen du dir eine Bewertung von über 80 % gibst.
Fühlen: Nimm nun eine zweite Farbe zur Hand. Gehe ausschließlich die bereits markierten Tätigkeiten (die über 80 %) noch einmal durch und markiere nur diejenigen, die du auch wirklich gerne tust.
Analysieren: Achte genau auf die doppelt markierten Tätigkeiten. Das, was ich als deine wahren Kernkompetenzen bezeichne, liegt genau hier – in der Schnittmenge aus dem, was dir leichtfällt und was du liebst. Hier finden sich oft überraschende Hinweise für deine berufliche Zukunft.
Der Reflexionsfragen-Katalog
Nutze diese Fragen als Ankerpunkte, wenn du dich festgefahren fühlst. Schreibe die Antworten auf, anstatt nur darüber nachzudenken:
- Wenn niemand zuschauen würde – was würde ich dann tun?
- Worauf wärst du in 20 Jahren stolz? Aufs Durchhalten – oder aufs Ehrlichsein?
- Was gibt mir Energie – auch ohne Lob, Titel oder Gehalt?
- Würdest du es später bereuen, wenn du nicht mutig einen neuen Weg gegangen wärst?
Ein strukturierter Coaching-Prozess
In meinem Coaching zur beruflichen Neuorientierung habe ich bisher über 250 Fach- und Führungskräfte auf genau diesem Weg begleitet. Was ich dabei gelernt habe: Die Methoden funktionieren – aber am besten mit einem strukturierten Prozess und einem erfahrenen Sparringspartner an deiner Seite.
Mein Coaching-Prozess kombiniert alle Schritte aus diesem Guide und fügt noch mehr hinzu: Wir arbeiten systematisch durch deine Ursachen der Unzufriedenheit, identifizieren deine Kernkompetenzen, testen Hypothesen in der Praxis und entwickeln konkrete Strategien für deinen nächsten Karriereschritt. Nicht in Monaten, sondern in Wochen.
Der Unterschied zu diesem Selbst-Guide? Du hast jemanden, der dir die richtigen Fragen stellt, wenn du feststeckst. Der dich herausfordert, wenn du dir selbst im Weg stehst. Und der aus der Erfahrung von über 250 erfolgreichen Neuorientierungen genau weiß, welche Fallstricke auf dich warten.
Wenn du das Gefühl hast, dass du diesen Weg nicht allein gehen möchtest, lass uns sprechen. Am Ende dieses Guides findest du den Link zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch.
Fehler, die du auf der Suche nach „Was will ich?“ vermeiden solltest
Auf dem Weg zur Klarheit lauern einige typische Denkfehler. Wenn du diese kennst, kannst du sie bewusst umschiffen.
Die Grübel-Falle: Denken statt Handeln
Das ist der größte Fehler überhaupt: Wochen oder Monate lang im Kreis grübeln und denken, dass sich die Lösung irgendwann durch Nachdenken einstellt. Tut sie nicht.
Die Frage „Was will ich?“ lässt sich nicht durch Grübeln lösen. Sie braucht einen strukturierten Prozess: Du musst Schritt für Schritt herausfinden, was du nicht mehr willst, was dir wichtig ist, welche Stärken du hast und welche Werte du brauchst. Du musst dich selbst kennenlernen – eine Facette nach der anderen.
Wie Glücksforscherin Sonja Lyubomirsky zeigt: Passives Grübeln führt selten zu nachhaltiger Klarheit – erst durch konkrete, kleine Experimente entsteht echtes Verständnis dafür, was dich wirklich erfüllt (Lyubomirsky, 2008).
Die Überforderung durch zu viele Erkenntnisse
Und dann kommt oft das nächste Problem: Wenn du alle Facetten kennengelernt hast, hast du plötzlich so viele Erkenntnisse gesammelt, dass dein Gehirn kaum mehr in der Lage ist, das zu einem guten Bild zusammenzusetzen.
Du hast dein Stress-Tagebuch gefüllt, dein Talente-Portfolio erstellt, deine Werte definiert – und jetzt? Wie fusionierst du all diese Informationen zu einem klaren Bild deiner beruflichen Zukunft?
Hier hilft Künstliche Intelligenz wunderbar weiter. KI kann mit vielen Informationen umgehen und Muster erkennen, die du selbst übersiehst. In meinem Coaching nutze ich einen Custom GPT, den ich speziell für meine Klienten programmiert habe. Ich habe ihn Benno genannt. Er nimmt alle Informationen auf – aus dem Stress-Tagebuch, dem Talente-Portfolio, den Werten, den Bedürfnissen – und schlägt dann konkrete Berufsideen und Zukunftsszenarien vor, die zu dir passen.
Das Ergebnis: Statt in der Informationsflut zu ertrinken, bekommst du klare, umsetzbare Richtungen.
Die Kontext-Falle
Oft ist nicht die Funktion das Problem, sondern der Kontext. Ich warne davor, einen ganzen Berufsstand abzuschreiben, nur weil man in einem toxischen Umfeld schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Der Vertrieb in einem Unternehmen, dessen Produkt du liebst und dessen Kultur zu dir passt, kann sich völlig anders anfühlen als in deinem jetzigen Job. Schreibe also nicht vorschnell ganze Tätigkeitsbereiche ab – prüfe genau, ob es wirklich die Aufgabe ist oder das Umfeld.
Das Warten auf den magischen Moment
Diesen einen Moment, in dem plötzlich alles klar ist, gibt es nicht.
Es geht nicht darum, die eine endgültige Antwort für den Rest deines Lebens zu finden. Vielmehr geht es darum, eine Richtung zu finden, die sich jetzt richtig anfühlt. Denn: „Man entscheidet sich … nicht für einen Beruf, den man irgendwie ein Leben lang ausführen muss, sondern man entscheidet sich erst mal wirklich nur für eine Richtung.“
Der Glaube an den radikalen Schnitt
Nicht jeder braucht einen kompletten Neustart. Oft liegt die Lösung nicht darin, alles über den Haufen zu werfen, sondern darin, ein passenderes Umfeld für deine bereits vorhandenen Fähigkeiten und Stärken zu finden.
Manchmal ist der Wechsel in ein anderes Unternehmen oder Team die wirkungsvollere Veränderung als ein kompletter Karrierewechsel. Prüfe also erst: Liegt es wirklich an der Tätigkeit – oder am Kontext?
Was will ich wirklich? Starte jetzt mit dem strukturierten Prozess
Die Frage „Was will ich?“ ist eine Reise. Eine lohnende, aber auch anspruchsvolle. Du musst diesen Weg nicht perfekt gehen, aber du solltest ihn gehen. Er kann mit dem heutigen Tag beginnen, mit dem ersten kleinen Schritt aus diesem Guide.
Der Unterschied zwischen Selbstversuch und strukturiertem Coaching
Dieser Guide gibt dir viele Werkzeuge an die Hand, die du nutzen kannst. Du kannst diese Schritte selbst durchführen – mit Geduld, Disziplin und Zeit.
Aber die Erfahrung aus über 250 Coaching-Prozessen zeigt: Mit einem strukturierten Prozess und einem erfahrenen Sparringspartner geht es deutlich schneller und fokussierter. Statt Monate zu grübeln, kommst du in wenigen Wochen zu klaren Ergebnissen.
Wie mein Coaching zur beruflichen Neuorientierung funktioniert
Mein Coaching-Prozess ist so aufgebaut, dass wir in 5 Sessions gemeinsam deine berufliche Richtung finden. Bei sehr viel Vorerfahrung und wenn du bereits strukturierte Vorarbeit geleistet hast, reichen auch 3 Sessions.
Das Besondere: Du arbeitest zwischen unseren Sessions selbstständig weiter – mit Videos, strukturierten Aufgaben und klaren Arbeitsblättern. So nutzen wir unsere gemeinsame Zeit optimal für die wirklich wichtigen Durchbrüche, während du die Grundlagenarbeit in deinem eigenen Tempo erledigst.
Du bekommst:
- Einen klaren, erprobten Prozess mit über 250 erfolgreichen Durchläufen
- Zugang zu meinen Custom GPTs, die dir dich im Prozess unterstützen (Werner hilft dir bei den Werten, Eileen arbeitet mit dir heraus, was dich einzigartig macht. Stefanie hilft dir bei den Stärken und Benno entwickelt dann Berufsideen für dich.
- Einen Coach, der dir die richtigen Fragen stellt, wenn du feststeckst
- Einen Sparringspartner, der dich herausfordert, wenn du dir selbst im Weg stehst
Das Ergebnis: Klarheit über deine berufliche Richtung. Nicht in Monaten. In Wochen.
Fang heute an
Wenn du das Gefühl hast, festzustecken, und dir einen klaren, psychologisch fundierten Prozess mit einem erfahrenen Coach an deiner Seite wünschst, dann lass uns sprechen.
👉 Hier geht’s zum Coaching „Berufliche Neuorientierung“ – mit allen Informationen zum Prozess, Ablauf und einem unverbindlichen Kennenlerngespräch.
Du musst nicht alles allein klären. Und du musst nicht Monate grübeln. Fang heute an. Du bist es dir wert.
Literatur:
Birkenbihl, V. F. Berufung finden | Bestimmung & Lebensaufgabe finden | Talenteportfolio | Vera F. Birkenbihl URL https://youtu.be/qF7CkNprhJA?list=TLGGahhxLldCqC8zMDAxMjAyNg
Brotheridge, C. M., & Lee, R. T. (2002). Testing a conservation of resources model of the dynamics of emotional labor. Journal of Occupational Health Psychology, 7(1), 57–67.
Deci, E. L., & Ryan, R. M. (2000). The “what” and “why” of goal pursuits: Human needs and the self-determination of behavior. Psychological Inquiry, 11(4), 227–268.
Gollwitzer, P. M. (1999). Implementation intentions: Strong effects of simple plans. American Psychologist, 54(7), 493–503gut zu Gollwitzers Forschung,
Harzer, C., & Ruch, W. (2013). The application of signature character strengths and positive experiences at work. Journal of Happiness Studies, 14(3), 965–983.
Karriereguru. (2020, 8. Mai). Stell dir diese 3 Fragen und du findest deinen Traumberuf! [Video]. YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=qmCa-YPXx0A
Kristof-Brown, A. L., Zimmerman, R. D., & Johnson, E. C. (2005). Consequences of individuals’ fit at work: A meta-analysis of person–job, person–organization, person–group, and person–supervisor fit. Personnel Psychology, 58(2), 281–342.
Lyubomirsky, S. (2007). The how of happiness: A scientific approach to getting the life you want. Penguin Press.
XING SE (2025). Forsa-Studie zur Wechselwilligkeit 2025 – Wechselbereitschaft als Chance im Recruiting. Hamburg: XING SE. Abgerufen von










Saskia Bülow
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