Optimistisch denken: 7 erprobte Tipps
Inhaltsverzeichnis
Optimismus ist eine Lebenseinstellung, bei der wir eine Sache oder die Welt im Allgemeinen von ihrer besten Seite betrachten. Menschen, die optimistisch denken, sind voller Hoffnung und Zuversicht und blicken positiv in die Zukunft.
Jeder kann lernen, optimistisch zu denken. Natürlich braucht das – wie jede Veränderung – Zeit und Übung. Aber es ist möglich.
Die wohl bekannteste und wirksamste Übung für optimistisches Denken ist das „Best Possible Self“ – das positive Selbstbild. Dabei stellst du dir vor, wie Dein Leben in der Zukunft aussieht und was dich als Person ausmacht. Das kann in fünf, zehn oder 20 Jahren sein. Oder auch in einem. Wichtig ist, dass zwischen der Vorstellung und der Gegenwart so viel Zeit liegt, dass du deine Ziele und Wünsche in diesem Zeitraum auch erreichen kannst.
So wirst du optimistischer
So führst du die Übung durch: Stell dir vor, wie es sich anfühlt, wenn du alles, was du dir vorgenommen, erreicht oder bekommen hast. Alles ist so gut gelaufen, wie es nur konnte. All deine Lebensträume sind in Erfüllung gegangen! Und auf dem Weg dorthin hast du deine Stärken erfolgreich eingesetzt. Versetz dich in diese zukünftige Situation. Wie fühlt sich das an?
Schnapp dir jetzt Zettel und Stift und schreiben für 15 bis 20 Minuten in der Ich-Form alles auf, was dir in den Sinn kommt.
Schreibe kontinuierlich, ohne den Stift abzusetzen. Denken nicht zu viel nach, sondern schreiben aus dem Bauch heraus. Wenn du das Gefühl hast, dass dir nichts mehr einfällt, dann schreibe trotzdem weiter und sei gespannt, was dabei herauskommt.
Nimm dir zum Schluss der Übung einen Augenblick Zeit, um Veränderungen in deinem Befinden wahrzunehmen. Wie geht es dir jetzt, nachdem du sich so intensiv mit deinem positiven Selbstbild beschäftigt hast? Leg den Text anschließend beiseite und schauen ihn erst wieder an, wenn du die Übung abgeschlossen hast.
Diese Übung ist nämlich dann am erfolgreichsten, wenn du sie an vier aufeinanderfolgenden Tagen wiederholst. Wenn du möchtest, kannst du dich jeden Tag mit einem anderen Lebensbereich beschäftigen. Falls du es mal einen Tag nicht schaffst, ist das nicht schlimm. Achte aber darauf, dass die Abstände nicht zu groß werden, da sonst der innere Zusammenhang zu schwach wird.
Die wirksamste Übung für optimistisches Denken: Das „Best Possible Self“
Die wohl bekannteste und wirksamste Übung für optimistisches Denken ist das „Best Possible Self“ – auf Deutsch: das beste mögliche Ich. Studien der Positiven Psychologie zeigen, dass diese Übung nicht nur die Stimmung hebt, sondern auch langfristig das Wohlbefinden steigert und Optimismus trainiert.
Die Idee dahinter ist einfach, aber kraftvoll: Du stellst dir vor, wie dein Leben in der Zukunft aussieht – wenn alles so gut gelaufen ist, wie es nur konnte. Das kann in einem Jahr sein, in fünf oder in zehn. Wichtig ist, dass du dir genug Zeit gibst, damit sich deine Träume und Ziele in diesem Zeitraum auch wirklich entfalten können.
So führst du die Übung Schritt für Schritt durch:
Schritt 1: Schaffe die richtige Atmosphäre Suche dir einen ruhigen Ort, an dem du ungestört bist. Leg dein Handy zur Seite, mach es dir gemütlich – vielleicht mit einer Tasse Tee – und nimm dir bewusst 20 Minuten Zeit nur für dich.
Schritt 2: Tauche in deine Zukunft ein Schließe für einen Moment die Augen. Stell dir vor: Alles ist so gelaufen, wie du es dir gewünscht hast. Du hast deine wichtigsten Ziele erreicht, deine Stärken erfolgreich eingesetzt und deine Träume verwirklicht (Hier geht´s zum Blogbeitrag Stärken herausfinden).
Wie sieht dein Alltag aus?
Wo lebst du?
Was machst du beruflich?
Wie fühlen sich deine Beziehungen an?
Lass dieses Bild lebendig werden – mit allen Details, Farben und Gefühlen.
Schritt 3: Schreibe alles auf Schnapp dir jetzt Zettel und Stift – oder öffne ein leeres Dokument – und schreibe 15 bis 20 Minuten lang in der Ich-Form auf, was dir in den Sinn kommt. Wichtig dabei: Schreibe kontinuierlich, ohne den Stift abzusetzen. Denke nicht zu lange nach, sondern schreibe aus dem Bauch heraus. Wenn du das Gefühl hast, dass dir nichts mehr einfällt – schreibe trotzdem weiter. Oft kommen genau dann die tiefsten Gedanken.
Lass deinen inneren Kritiker nicht die Führung übernehmen. Falls er sich meldet und flüstert „Wie soll das denn funktionieren?“, nutze das als Einladung: Wie könnte ein alternativer Weg zu deinem Ziel aussehen? Denke groß. Traue dich, wirklich optimistisch zu sein.
Schritt 4: Nimm dir einen Moment inne Wenn du fertig bist, leg den Stift kurz beiseite und spüre in dich hinein. Wie fühlt es sich an, dieses Bild von dir vor Augen zu haben? Viele Menschen berichten, dass sie sich nach der Übung leichter, motivierter und zuversichtlicher fühlen – genau das ist das Ziel.
Schritt 5: Wiederhole die Übung vier Tage lang Die Übung entfaltet ihre volle Wirkung, wenn du sie an vier aufeinanderfolgenden Tagen wiederholst. Du kannst dich jeden Tag auf einen anderen Lebensbereich konzentrieren – zum Beispiel Beruf, Beziehungen, Gesundheit oder persönliche Entwicklung. Falls du einen Tag aussetzt, ist das kein Problem. Achte nur darauf, dass die Pausen nicht zu lang werden, damit der innere Zusammenhang erhalten bleibt.
Praktische Tipps für den Alltag
Optimistisches Denken kann eine transformative Kraft in deinem Leben sein, wenn du es aktiv in deinen Alltag integrierst. Hier sind einige praktische Tipps, die dir dabei helfen, eine optimistischere Einstellung zu entwickeln und die positiven Auswirkungen zu erleben:
Führe ein Dankbarkeitstagebuch
Nimm dir jeden Abend ein paar Minuten Zeit, um drei Dinge aufzuschreiben, für die du dankbar bist. Das können kleine Freuden des Tages oder auch langfristige positive Aspekte deines Lebens sein. Indem du dich auf die positiven Aspekte konzentrierst, entwickelst du eine wachsende Wertschätzung für das Gute in deinem Leben und förderst so optimistisches Denken.
Setze realistische Ziele
Formuliere klare und erreichbare Ziele für dich selbst, sei es im Beruf, in deinen Beziehungen oder in deinen persönlichen Interessen. Wenn du deine Ziele in greifbare Schritte unterteilst, kannst du deine Fortschritte besser erkennen und dich motivieren, weiterhin optimistisch auf das zu blicken, was du erreichen möchtest.
Umgib dich mit positiven Menschen
Umgeben dich mit Menschen, die eine optimistische Einstellung haben und dich unterstützen. Negativität und Pessimismus können ansteckend sein, aber das gilt auch für Optimismus und Positivität. Pflege Beziehungen zu Menschen, die dich inspirieren und ermutigen, das Beste aus dir herauszuholen. Lies hierzu gerne meinen Blogbeitrag zu den guten Beziehungen.
Ersetze negative Gedanken
Achte auf deine Gedanken und erkenne negative Denkmuster. Wenn du dich dabei erwischst, wie du pessimistisch denkst, versuche diese Gedanken bewusst zu hinterfragen und sie durch positive oder realistischere Sichtweisen zu ersetzen. Positive Selbstgespräche können einen großen Unterschied in deiner Einstellung machen.
Finde Freude in kleinen Momenten
Nimm dir bewusst Zeit, um die kleinen Freuden des Alltags wahrzunehmen und zu genießen. Ein Spaziergang in der Natur, ein gutes Gespräch mit einem Freund oder ein Moment der Stille können deine Stimmung aufhellen und deine optimistische Einstellung stärken. In diesem Blogbeitrag habe ich 12 einfache Achtsamkeitsübungen für dich erklärt. Lies gerne hier weiter.
Überwinde Rückschläge mit Optimismus
Rückschläge und Hindernisse gehören zum Leben dazu. Wenn du auf Schwierigkeiten stößt, versuche, sie als Lernchancen zu betrachten und daran zu wachsen. Optimistisches Denken hilft dir dabei, auch in schwierigen Zeiten positiv zu bleiben und nach Lösungen zu suchen.
Sei geduldig mit dir selbst
Das Erlernen von optimistischem Denken braucht Zeit und Übung. Sei geduldig mit dir selbst und erlaube dir, Fehler zu machen. Jeder Tag ist eine neue Gelegenheit, optimistischer zu werden und das Beste aus dir herauszuholen.
Indem du diese praktischen Tipps in deinen Alltag integrierst, kannst du Schritt für Schritt eine optimistischere Denkweise entwickeln und die positiven Auswirkungen auf dein Leben erleben. Sei offen für Veränderungen und erlaube dir, eine immer optimistischere Sicht auf die Welt zu entwickeln.
Optimistisch denken – Dein Weg zu positiven Denken
Optimistisch denken – Dein Weg zum positiven Denken
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Was bringt es, optimistisch denken zu lernen?
- Verbesserung deiner Gesundheit und deines Wohlbefindens: Stärkung deines Immunsystems und Förderung deiner psychischen und physischen Gesundheit.
- Bessere Widerstandsfähigkeit und Stressbewältigung: Rückschläge überwinden und in schwierigen Situationen gelassen bleiben.
- Verbesserte Beziehungen und Lebensqualität: Positive Menschen und Erfahrungen anziehen für harmonischere Beziehungen.
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Literatur:
- Blickhan, D. (2021): Positive Psychologie und Coaching. Von der Lösung- zur Wachstumsorientierung. Junfermann Verlag, Paderborn.
- Hausler, M. (2022): Therapie-Tools. Wohlbefindenstherapie. Verlagsgruppe Beltz, Weinheim Basel.









Saskia Bülow

Optimismus ist nicht jedem in die Wiege gelegt. Aber man kann es Stück für Stück lernen. Danke für die tolle Darstellung.
Das stimmt absolut. Aber wie du so schön schreibst. Jeder kann den Optimismus lernen und Stück für Stück in sein Leben integrieren.
Danke für die praktischen Übungen. Die werde ich Stück für Stück ausprobieren.
Danke für dein schönes Feedback, das freut mich sehr. Melde dich gerne nochmal, welche Übung dir am besten gefallen hat.